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Innovative Solarlösungen: Es muss nicht immer das Dach sein



Solarmodule auf Dächern sind heute keine Seltenheit mehr, man sieht sie auf Dächern von Büro- und Gewerbeimmobilien ebenso wie auf Privathäusern. Solarzellen müssen jedoch nicht immer auf dem Dach installiert sein, es gibt auch andere, ergänzende Ansätze, wie etwa Solar-Fenster oder Photovoltaik-Fassaden. Im Gegensatz zu Solarmodulen auf dem Dach ergeben sich durch Fenster- oder Fassadenlösungen teilweise Vorteile. Was sollte man über diese Alternativen Möglichkeiten Solarenergie nutzbar zu machen wissen?

Zunächst einmal bietet es sich an, so viel Fläche wie möglich zum Nutzbarmachen von Solarstrom zu verwenden. Das Dach ist nur ein kleiner Teil des Gebäudes und oftmals nicht mal der, der die meiste Sonne abbekommt. Da scheint es doch nur plausibel, auch die Fassade und die Fenster mit in das Solarkonzept einzubeziehen. Eventuell ist es auch gar nicht möglich, eine Solaranlage auf dem Dach zu errichten und daher müssen Alternativen zur dezentralen Energieversorgung mit Sonnenenergie gefunden werden.

Solarfenster - praktisch und nachrüstbar

Solarfenster sind eine praktische Möglichkeit von Solarenergie zu profitieren, auch wenn das Dach unter Umständne keine passenden Flächen zur Verfügung stellt. Zudem können sie selbstverständlich auch zusätzlich zu einer bestehenden Photovoltaikanlage auf dem Dach betreiben werden. Da Solarfenster weder viele Kabel, noch Elektrik benötigen, können sie auch einfach bei einer Sanierung installiert werden. Solarfenster erzeugen im Schnitt etwa 10 bis 20 Prozent des Eigenbedarfs eines Gebäudes. Voraussetzung ist, dass das Gebäude über entsprechend auf der Sonnenseite gelegene Fenster verfügt.

Solarfenster bestehen aus zwei Glasscheiben. Im Hohlraum zwischen diesen beiden Scheiben sind Solarzellen verbaut welche die Sonneneinstrahlung einfangen. Räume die mit Solarfenstern ausgestattet sind heißen sich weniger auf als ohne diese Solarfenster. Der Blick ist sowohl von außen nach innen als auch von innen nach außen etwas eingeschränkt aber nicht blickdicht. Die relativ kleine effektive Solarfläche eines Solarfensters kann durch die Verwendung innovativer Techniken dennoch hohe Wirkungsgerade erzielen.

Über die reine Stromgewinnung hinaus können Solarfenster je nach Modell auch selbstständig lüften oder per Knopfdruck öffnen. Sie lassen sich einfach in bestehende Smart-Home Lösungen integrieren.

Mehr Fläche nutzen: Photovoltaik Fassade

In vielen Fällen ist die Fassadenfläche um ein Vielfaches größer als die Dachfläche und eignet sich ideal für die Nutzung von Solarenergie. Im Gegensatz zu auf Silizium basierenden Solarmodulen auf Dächern, kommen bei einer Photovoltaik Fassade spezielle Dünnschichtmodule zum Einsatz. Sie sind zum einen wesentlich leichter, zum anderen können sie auch farblich ohne Leistungsverluste an die jeweilige Fassade angepasst werden. Weitere Vorteile von Photovoltaik Fassaden-Modulen:

– optisch leicht in die Fassade zu integrieren (keine Hinterlüftung notwendig)
– geringes Gewicht
– geringe Mehrkosten im Vergleich zu herkömmlichen Fassaden
– günstiger als eine Fassade aus Eternit

Dünnschichtmodule können problemlos in bestehende Fassaden integriert werden, bei einem Neubau lohnt es sich jedoch besonders auf diese Solarvariante zu setzen. Gerade wer optisch ansprechende Fassaden bevorzugt kann mit Dünnschichtmodulen eine attraktive Solarfassade schaffen. Im Gegensatz zu Solarfenstern, die sich genau wie herkömmliche Fenster in das Gebäude integrieren lassen, muss eine Solarfassade immer dem jeweiligen Einzelfall nach angefertigt werden. Insbesondere Bürogebäude können aufgrund ihrer meist großen Fassadenfläche stark von Photovoltaik Fassaden profitieren.

Photovoltaik Fassade
Bild: pixabay

Welche Lösung macht am meisten Sinn?

Um die Sonnenenergie bestmöglich zu nutzen, ist es unumgänglich das jeweilige Gebäude einer genauen Analyse zu unterziehen. Nur so lässt sich das volle Potenzial feststellen und geeignete Solarlösungen für das Gebäude finden. Pauschal lässt sich diese Frage also nicht beantworten, vielmehr kommt es immer auf die individuelle Einzelfallsituation an. Neben den Sonnenstunden und der Sonnenintensität auf Dach und Fassaden, müssen auch bauliche Gegebenheiten bei der Planung berücksichtigt werden. Wer mit dem Gedanken spielt Solarenergie zu nutzen, sollte sich genauer über die einzelnen Möglichkeiten informieren und einen Fachmann zur Beratung hinzuziehen. Neben den unterschiedlichen Flächen, welche für die Installation von Solarmodulen genutzt werden können, unterscheiden sich die einzelnen Varianten auch hinsichtlich Technik und Funktionsweise. Moderne Solaranlagen sind dabei wesentlich leistungsfähiger und effizienter als noch vor einigen Jahren.

Für welche Art Solaranlage man sich auch entscheidet, angesichts der steigenden Strompreise ist eine Investition in Energie immer eine gute Wahl. Insbesondere wenn der erzeugte Solarstrom auch selber verbraucht wird, sind die finanziellen Einsparungen hoch und die Investition in die Solaranlage hat sich schnell amortisiert. Mit einem zusätzlichen Stromspeicher lässt sich der erzeugte Strom auch sammeln und zu einem anderen Zeitpunkt nutzen. Dafür muss nicht zwangsläufig ein separater Stromspeicher gekauft werden, viele Haushalte haben elektrische Haushaltsgeräte (Elektro-Rasenmäher, Elektro-Fahrrad oder E-Auto), die mit dem Solarstrom geladen werden können. Die Erzeugung von Strom mittels Solarenergie ist ein wichtiger Schritt zur dezentralen Energieversorgung und stellt eine einfache Möglichkeit für Haus- und Gebäudebesitzer dar sich unabhängig von externen Stromlieferanten zu machen.