www.solaranlage.com / Home / News / Las Vegas - Leuchtreklamen werden mit Ökostrom betrieben


Casinos setzen auf „Grünen Strom“ und nutzen Solar Energie, um kräftig zu sparen



Die drei Casino- und Hotelbetreiber MGM Resort, Wynn und Las Vegas Sand setzen sich dafür ein, dass die Leuchtreklamen im US-Spielerparadies zukünftig mit grünen Strom betrieben werden



Wenn es um die Nachhaltigkeit geht, dann ist Las Vegas nicht gerade als ein Vorbild zu nennen. Denn immerhin befindet sich das US-Spielerparadies mitten in der Wüste und wird dazu auch noch 24/7 an 365 Tagen hell erleuchtet. Allerdings bemühen sich die Stadtväter schon seit einigen Jahren darum, die Umwelt- und Klimabilanz des Spielerparadieses erheblich zu verbessern. Die Stadt geht dabei mit einem guten Beispiel voran und hat ein riesiges Solarkraftwerk vor den Toren der Stadt errichtet. Von diesem wird ausreichend Energie produziert, um den Strombedarf der gesamten öffentlichen Gebäude von Las Vegas zu decken. So werden bspw. die Krankenhäuser und die Behörden in Las Vegas zu 100 % mit Ökostrom versorgt.

Diesem Vorbild haben sich nun auch die großen Casino- und Hotelbetreiber MGM Resort, Wynn und Las Vegas Sands angeschlossen. Sie wollen nicht nur Zukunft die Leuchtreklamen des Spielerparadieses mit Ökostrom betreiben, sondern sie planen auch die Installation von Solardachanlagen auf ihren Hoteldächern.

Casinos reagieren auf den gesellschaftlichen Trend

Damit reagieren die Las Vegas auf den gesellschaftlichen Trend und nutzen das grüne Image zunehmend für ihren Wettbewerbsfaktor, wie auch das Mr. Green online Casino. Die Casinobetreiber streben mit dem „Grünen Weg“ an, mehr Firmen dazu zu bewegen, ihre Konferenzräume anzumieten. Zudem soll der Solarstrom durch die installierten Solarpanels günstiger produziert werden können, als das des der Fall ist von dem staatlichen Energieversorger NV Energy.

Die Chefin der Nachhaltigkeitsabteilung des MGM Resorts wurde vom Londoner Guardian Cindy Ortag wie folgt zitiert: „Es ist kein Zufall, dass wir eine Solaranlage auf dem Dach unseres Konferenzcenters installiere. Das ist ein gutes Geschäft für uns.“ Das bedeutet, dass das Hotel plant, den Vertrag mit NV Engery zu kündigen und stattdessen, zukünftig den erzeugten Solarstrom ins Stromnetz einzuspeisen und zu verkaufen.

Dem staatlichen Energieversorger drohen hohe Verluste

Allerdings will der staatliche Energieversorger NV Energy das mit allen Mitteln verhindern, denn durch diesen Schritt drohen hohe Verluste. Die Stromverkäufe in Las Vegas belaufen sich allein bei den Casinos auf 7 % und damit stellen sie eine wichtige Einnahmequelle dar. Deshalb plant die staatliche Regulierungsbehörde PUC eine Ablösesumme. Diese soll insgesamt 126,6 Mio. US-Dollar betragen, was von der PUC als durchaus angemessen gehalten wird, um so die Verluste von NV Energy auszugleichen. Von den Resorts wird diese „Ablösegebühr“ oder „Austrittszahlung“ allerdings als viel zu hoch beklagt. Der Anwalt von Wynn erklärt, dass die PUC damit die Anwender abschrecken wolle.

Durch diesen Fall wurde ein weiteres Kapitel in US-amerikanischen Solarstreit eröffnet. Erst im Dezember 2016 hatte die PUC in Nevada verkündet, dass sie die Förderungen von Solardachanlangen einstellen werde. Solarcity hatte direkt nach der Bekanntgabe der Förderungsstopps den Verkauf und die Installation von Solaranlagen in Nevada eingestellt. Des Weiteren zog der Konkurrent Sunrun nach. Von vielen US-Bundesstaaten wird nun befürchtet, dass die Regierungen dem Vorbild bzw. der Entscheidung Nevadas folgen könnten. 

 

Quelle: http://winfuture.de/videos/Hardware/Schwimmende-Zellen-Die-weltweit-groesste-Solaranlage-18572.html